Wien – Klagenfurt

Wien, Klagenfurt

Es ist Tag 0 der neuen Zeitrechnung. Wir haben gutgläubig beschlossen, dass das das Kind ist nun alt genug für Urlaub im Bus ist, und machen uns auf zu neuen Gestaden. Neuer Bus, neues Kind, neues Reiseziel – was kann denn da schon groß schief gehen...

Nachdem der Wagen schon knapp eine Woche gepackt vor der Tür steht, und wir uns beinahe daran gewöhnt haben, diverse Bedarfsgüter des täglichen Lebens aus dem Auto anstatt aus dem Schrank zu holen, geht es gemütlich gegen 9:00 nach einem ausgiebigen Frühstück , zu unserem ersten Tagesziel, dem Wörthersee. Das mag als Tagesetappe jetzt nicht allzu sportlich klingen, aber wir wollen es anfangs etwas ruhiger angehen lassen. Weder wissen wir wie Jakob auf lange Fahrten reagiert, noch wie wir auf Jakob reagieren, der auf lange Fahrten reagiert.

Das Wetter ist bis auf ein paar unmotivierte Regenschauer angenehm bewölkt und recht frisch. Außerdem ist es Sonntag, und entsprechend kein LKW auf der Autobahn, ein Vorteil, der durch den Umstand, dass wir folglich das langsamste Fahrzeug zwischen Wien und Klagenfurt sind, etwas getrübt wird.

Ankunft am Wörthersee gegen 14:00 – Jakob absolut entspannt, ich leidlich verspannt. Der „Campingplatz am Wörthersee“ ist dann alles was man beinahe vorurteilsfrei von einem Campingplatz am Wörthersee erwartet hätte: teuer (35€), voll, eng, fest in niederländischer Hand, und direkt am Strandbad (wohlgemerkt nicht direkt am See!). Als erstes Tagesziel erfüllt er seinen Zweck absolut ausreichend, aber komplette Urlaube würde ich hier wohl nicht verbringen wollen.

Endlich unterwegs
Endlich unterwegs

Das Strandbad würde sich mit weiteren 3.50€ p.P. zu Buche schlagen, weswegen wir die Gegend lieber erst ein wenig erkunden. Der Preis scheint, gemessen an dem Umstand, dass sie vermutlich Platzkarten für den Zugang ins Wasser ausgeben müssen (es ist unmoralisch voll), nicht unbedingt angemessen. Netterweise gibt es aber direkt neben dem offiziellen Bad einen freien Zugang zum Wasser. Nur ein paar Meter breit, und von recht vielen Hundebesitzern frequentiert, aber um seine Füße etwas abzukühlen absolut ausreichend.

Beschäftigungstherapie
Beschäftigungstherapie

Anstatt die restliche Zeit bis zum Abendessen wie gewohnt bei einem gepflegten Glas Pernod vor dem Bus zu verbringen, müssen wir uns allerdings dazu herablassen sie ohne Pernod auf dem Kinderspielplatz zu verbringen. O tempora, o mores! Das Essen selbst nehmen wir dann in Ermangelung leistbarer Alternativen (wir sind ja hier am Wörthersee), im Campingplatzrestaurant ein. Jetzt auch nicht ganz billig, aber zumindest auch nicht schlecht.

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