Playa de Oyambre - Playa de Meron

Der Morgen kommt früh, nass und wackelig! Gegen 6:30 zieht ein recht kräftiger Sturm auf und fängt damit an ganz gehörig an unserem Wagen zu rütteln – ein Umstand der, wenn man bedenkt, dass es auf drei Seiten unseres winzigen Standplatzes recht abrupt bergab geht, nicht eben zu geruhsamen Schlaf beiträgt. Noch dazu stehen wir in einer engen Schneise, die den ohnehin schon kräftigen Wind noch einmal merklich verstärkt. Folglich bin ich erst einmal bis 9:00 wach, dann lässt der Wind ein wenig nach (oder ich hab mich einfach an das Geschaukel gewöhnt) und wir schlagen die Augen das nächste Mal wieder gegen 13:00 auf.

San Vincente

Nachdem einige Schnecken von unseren draußen herumstehenden Sachen ausquartiert worden sind und einem etwas halsbrecherischen Wendemanöver, fahren wir zurück nach San Vincente, erstens für den Kaffee, und zweitens weil der Ort vermutlich mehr bietet als bloß die Werkstätten die wir bislang dort gesehen haben. So etwa eine kleine Burg (geschlossen wegen Siesta) und eine kleine Kirche auf einer länglichen Anhöhe auf welcher die Altstadt thront – eigentlich durchaus sehenswert.

Auf dem Rückweg ergehe ich mich noch im Konsumrausch für Anfänger und erstehe, mangels eines besseren Angebotes, ein Bodyboard um ganze 10€ an einem kleinen Kiosk. Seit ich gestern die Surfer und die riesigen Wellen am Strand gesehen habe, will ich zumindest etwas Artverwandtes probieren.
Danach machen wir uns auf zum Cafe de Meron, auf dessen Parkplatz wir die Nacht zu verbringen gedenken, nicht ohne vorher in einem kleinen Strandzubehörshop zu halten in dem ich das nächste Board kaufe – zwar noch immer ein lebensgefährliches Billigprodukt, aber diesmal wenigstens eines für Erwachsene!

Cafe de Meron

Der Tag ist noch nicht zu weit fortgeschritten, die Sonne scheint zeitweise, der Wind ist erträglich und die Wellen sind hoch – eigentlich ein perfekter nordspanischer Strandtag!

Das Bodyboarden macht wirklich höllischen Spaß! Man darf sich bloß nicht von den Spielverderbern der Strandaufsicht damit erwischen lassen. Die rote Fahne ist draußen und was eigentlich absolutes Badeverbot bedeuten sollte, wird hier dahingehend interpretiert, dass sie einem das Baden mit Schwimmhilfen untersagen. Die Logik erschließt sich mir nicht vollends, aber es wird schon ein weiser Gedanke dahinter stecken.

Abends essen wir noch im Cafe de Meron ,welches im WOMO Reiseführer hoch gelobt wird, ein Lob welches man für die Calamares mit Zwiebel auf alle Fälle bestätigen kann! Julias Lamm vom Grill ist zwar ebenfalls ausgezeichnet, aber der Landessitte entsprechend schon etwas kühl und leicht versalzen.

Was allerdings auffällt ist die offenbar hohe Auflagenstärke des WOMO-Reiseführers. Die Tische neben uns sind fest in deutscher Hand und mehrmals sehe ich besagten Reiseführer auf dem Tisch liegen. Hätte diese Internetseite mehr als 5 Leser wäre ich in der Wahl meiner Tipps wohl vorsichtiger… Zu schnell wird ein Geheimtipp so zum Touristenmagneten.

Zurück