Beauduc - Carcasonne

Die Abfahrt von Beauduc gestaltet sich schnell und einfach. Bis auf eine kleine Abkürzung die uns kaum eine halbe Std. Umweg kostet, erreichen wir problemlos wieder die Zivilisation.

Es geht zurück nach Arles und von dort eher ereignislos Richtung Westen. Durch Montpellier, vorbei an Sete und dem riesigen Bassin de Thau bis Beziers. Von dort über Narbonne auf die N113, die uns schließlich am frühen Nachmittag nach Carcasonne bringt.

Carcasonne

In der Stadt angekommen halte ich mich, einer unheiligen Eingebung folgend, an die Hinweisschilder zur Altstadt (Cite) und lande unversehens vor einem Parkplatz für Busse und Caravans der für 24h stolze 10€ verlangt – weniger was wir uns vorgestellt hätten.

Weiter unten der Aude folgend finden wir dann einen Campingplatz der zwar schön, aber auch nicht eben günstig ist. Für kleine Annehmlichkeiten wie Kinderanimation, Swimmingpool und Cafe wollen sie immerhin 25€ pro Nacht. Vielleicht hätten wir es billiger bekommen wenn wir versprochen hätten, dass mich Julia nicht bei der Kinderanimation lässt, während sie sich die Altstadt ansieht…

Carcasonne ist auf alle Fälle wie immer schön, beeindruckend, riesengroß und man trifft ein oder zwei(tausend) Touristen, die in den engen Gassen aber kaum auffallen. Einzig in einer Gasse war ein wenig mehr los – aber nur weil dort die Ampel ausgefallen ist. Zum Verständnis: da in der Altstadt von Carcasonne kaum Autos fahren können/dürfen, dienen Ampeln hier tatsächlich und ausschließlich der Regelung des übermäßigen Fußgängerverkehrs!

Beim Betrachten der Häuser sollte man übrigens immer mal wieder zu Boden schauen, da man sonst leicht über eines der zahlreichen Kinder stolpert die alle Naselang mit dämlichen Plastikschwertern herumfuchtelnd herumlaufen, welche ihnen ihre Eltern wohl gekauft haben, damit die gottlose Brut mal 10 min. beschäftigt ist. Problem ist, daß wirklich jedes Kind so ein Schwert besitzt (außer ein paar mit ökologisch wertvollen Eltern – die erkennt man an dem unglücklichen Gesicht und dem Holzschwert). Zudem haben alle diese Plastikschwerter einen kleinen Soundchip integriert, welcher auf Knopfdruck komplett unmotivierte Pfeif-, Hust-, und Kratzgeräusche von sich gibt. Leider können Kinder offenbar Freude an diesen  Lauten empfinden und so ist man chronisch von einer enervierenden Geräuschkulisse umgeben die dem eigentlichen Ambiente einer mittelalterlichen Stadt geringfügig abträglich ist.

Ich freu mich trotzdem wie immer über Carcasonne – Julia nimmt die Stadt eher mit einer gewissen stoischen Zurückhaltung zur Kenntnis, da sie laut Eigenangabe von zu vielen Menschen Ausschlag bekommt.

Campingplatz Carcasonne
Campingplatz Carcasonne

Am frühen Abend waschen wir dann noch Wäsche und bauen Tisch und Kisten auf um mal eine Runde Siedler von Catan zu spielen – ein Vorhaben welches leider durch bösartig einsetzenden Nieselregen schnell zunichte gemacht wird.

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