Beauduc

Beauduc

Die Hitze ist dank des Windes in der früh erträglich und nachdem wir beide ausschlafen, wird beschlossen den Tag nach der anstrengenden Reise zur Erholung zu nutzen. Eigentlich ist alles perfekt. Wir stehen keine 20 Meter vom Meer entfernt mitten am Sandstrand mit guten 50m Respektabstand zum nächsten Bus, aber natürlich hat auch Beauduc einen Wermutstropfen: Nicht umsonst wird der Strand von einer Unzahl Kitesurfer aufgesucht – was für sie ein Grund zur Anreise ist kann beim Essenkochen oder lesen recht mühsam werden. Der dauernde, teils sehr kräftige Wind! Untertags frischt die noch recht sanfte Morgenbrise zu zünftigen 6-7 Beaufort an, die zusätzlich eine Menge feinen Sand vor sich hertreibt, welcher mit der Zeit überall festsitzt.

Der Sand am Boden ist übrigens etwas feucht und sehr hart (deshalb auch kein Problem mit Sommerreifen und Zweiradantrieb), aber alles was dort abtrocknet wird sofort vom Wind gepackt und sorgsam im nächstbesten Auto/Zelt wieder abgelegt.

Baden hat ein wenig etwas vom Neusiedlersee – nachdem ich 200m rausgelaufen bin reicht mir das Wasser nach einem kurzen tiefen Stück (Hüfthoch) wieder fast bis zum Knöchel. Julia ist da härter und watet wirklich bis zum Freischwimmerbereich, aber mir langt es – ich wollte baden, nicht wandern – und ich nehme das Meer von da an als etwas mehr Visuelles denn Haptisches an. Zumal die Wanderung ob der wildgewordenen Kitesurfer teils nicht ganz ungefährlich ist!

Bei einem kleinen Spaziergang den Strand entlang bemerken wir dann dass der eigentliche Strand von Beauduc etwa 1000m weiter im Süden auf der Landzunge beginnt – hier kann man sich auch in den Windschatten der Dünen stellen. Allerdings ist die Einfahrt mit Felsblöcken eingegrenzt und man sollte seine Fahrzeugbreite gut einschätzen können wenn man da durch will.

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